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KaZantip – im Land der elektronischen Musik und der freien Liebe
7. September 2010
Kennen Sie Popowka (Республика)? Nein? Dann kennen Sie aber die Halbinsel Krim? Auch nicht?
Dann haben Sie noch nichts von dem größten Festival für Elektromusik in der Ukraine gehört. Das Ganze nennt sich KaZantip (KaZaнтип) und ist ein abgesperrter Privatstrand mit insgesamt 12 Dancefloors, auf denen rund um die Uhr Musik gespielt wird und wilde, hemmungslose Partys gefeiert werden.
Hier feiert vor allem die russische und osteuropäische Oberschicht zu Preisen, die wir als Deutsche vielleicht noch als normal ansehen, wenn man in einer Großstadt wie München lebt, aber der Durchschnittsverdienst in der Ukraine liegt bei ca. 200 € und so verschüttet manch einer Champanger im Wert von mehreren ukrainischen Monatslöhnen.
Besonders bekannt wurde das kleine “Land” dadurch, dass die Frauen dort besonders willig und hemmungslos sein sollen. Sex am Strand oder im Meer werden dort öffentlich ohne Scham zur Schau gestellt.
Zwar sind die Hotelzimmer, aus für die VIP-Gäste (also die Superreichen), nicht sonderlich luxuriös, aber wer im Vollrausch keinen Bock mehr hat nach Hause zu laufen, der legt sich einfach auf den Boden, schläft so lange, bis er wieder laufen kann und dann geht die Party weiter.
Will man an dieser gigantischen Party teilnehmen, die im Sommer einen Monat lang andauert, muss man sich ein Visum für ca. 160 € kaufen, welches einem Monat gültig ist. Damit bekommt man Zutritt zu der gigantischen Party oder sollte man eher Orgie sagen?!
Verwaltet wird das Ganze von dem selbst ernannten Präsidenten Nikita Marschunok und seinem Außenminister. Durch KaZantip sind Letztere übrigens zu Multimillionären geworden.
Daher ist das Spektakel eher eine Komerzshow mit willigen Frauen, als ein Woodstock II
Doch eigentlich befindet sich die Spaß Republik mitten im Nichts, denn verlässt man das Areal, welches von ehemaligen russischen Söldnern bewacht wird, steht man in einer Einöde, schnell ist der ganze Glanz und Glamour verschwunden.
Leider geraten in der Spaß Republik ernste Themen wie Aids schnell in Vergessenheit. Zwar reagierten die Organisatoren mit einem Stand für gratis Kondome auf das heikle Thema, doch dieses Angebot findet so gut wie keine Beachtung unter den partywütigen Einwohnern.
Auf der offiziellen Webseite steht:
kaZantip ist kult.
kaZantip ist gigantisch.
kaZantip ist berauschend.
kaZantip ist überwältigend.
kaZantip ist einfach paradiesisch geil…
Kann man den berichten, von deutschen Party-Urlaubern glauben, dann lässt sich das auch bestätigen.
Was haltet ihr davon? Ist das nur ein billiges Besäufnis und Machtgehabe? Oder wird hier das Motto der freien Liebe gelebt?
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von dk am 7. September 2010 um 18:12 veröffentlicht und unter Musik, Outdoor, Party abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. | |




