Am Freitagabend (03.09.2010) gegen 21 Uhr macht sich Mirko Schlitter aus der 15.000 Einwohner Stadt Grefrath (Nordrhein-Westfalen) von einer Skaterrampe, ca. 4 Kilometer von dem Wohnhaus seiner Eltern, auf den Nachhauseweg. Dort kam er nie an!

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist auszuschließen, dass der kleine Sonnenschein von zu Hause weggelaufen ist, denn er galt als zuverlässiges und sehr höfliches Kind, so die Nachbarn.

Es ist ein Kampf gegen Zeit. Da mittlerweile 6 Tage und 6 Nächte vergangen sind, ist davon auszugehen, dass Mirco einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.

Seit Tagen suchen über 1.000 Beamte die Gegend rund um Grefrath ab. Die Flüsse und Acker werden akribisch durchkämmt. Sogar Helikopter mit Wärmebildkameras werden eingesetzt. Doch auch der Einsatz von speziellen Suchhunden brachte nur kurzzeitig einen Erfolg, zwar können diese Tiere eine Witterung auch noch nach Tagen exakt verfolgen, aber die Spur des kleinen Mircos verlor sich ca. 3 Kilometer von Grefrath wieder. Aber vor allem das schlechte Wetter bringt die Suchmannschaften immer wieder ins Stocken.

Bisher konnten die Ermittler nur sein Fahrrad wieder finden. An dem Fundort, so berichten Zeugen unabhängig voneinander, wollen sie einen schwarzen Kombi gesehen haben. Diesen und rund 300 weiteren Hinweisen geht die Polizei im Moment nach, aber bisher ohne Erfolg.

Die Polizei fanden gestern Kinderkleidung in einer Mülltonne, rund zwei Kilometer entfernt von Mirkos Elternhaus, so die Bild Zeitung, ob sie dem verschwunden Jungen gehören, ist aber noch unklar.

Die Anwohner sind geschockt und hoffen, dass Mirko noch leben gefunden wird. Doch neben der Bestürzung über das Verschwinden des 10-Jährigen wächst auch die Angst um die eigenen Kinder, solange der Täter nicht gefasst ist.

Und hier folgt noch eine Beschreibung von Mirko Schlitter:

Alter: 10 Jahre

Größe: etwa 1,50 Meter groß

Haare: blondes kurzes Haar, Irokesenschnitt.

Bekleidet ist er mit einer grauen Jogginghose und einem T-Shirt.

Er war mit einem grasgrünen Fahrrad, einem sogenannten Dirt-Bike unterwegs (siehe Screenshot).

Es zeigt sich wieder einmal, dass vor allem das Internet dafür genutzt werden kann, um auf das Verschwinden des 10-Jährigen aufmerksam zu machen. Auf Plattformen wie Facebook werden Gruppen gegründet zu den Tausenden von Usern beitreten und so aktiv auf das Verschwinden aufmerksam machen wollen.

Screenshot 1: Facebook Gruppe

Screenshot 2: ZDFmediathek