Fundstelle von Mirkos Fahrrad

Mönchengladbach/Grefrath - Nun mehr seit zwei Wochen versucht die Polizei verzweifelt den kleinen Mirko Schlitter aus Grefrath zu finden.

Der 10-jährige Schüler war vor zwei Wochen (03. September 2010) an einer Bushaltestelle in Oedt (NRW) von seinen Freunden zuletzt gesehn worden. Von da aus wollte Mirko mit seinem grünen Fahrrad zu dem Haus seiner Eltern fahren.

Doch da kam er nicht an.

Im Laufe der weiträumigen Suche konnte das Fahrrad des vermissten Jungen sichergestellt werden. Aber da die eingesetzten Mantrailer (Suchhunde) keine Spur von Mirko wittern konnten, ist davon auszugehen, dass das Fahrrad dort vom Täter abgestellt worden ist. Zeugen wollen an diesem Fundort, unabhängig voneinander, einen schwarzen Kombi gesehen haben.

Wenige Tage später tauchten auch zwei Kleidungsstücke (Hose und T-Shirt) auf, die nach einem aufwendigen DNA-Test Mirko Schlitter zugeordnet werden konnte.

Die Polizei hat am sowohl am Fundort des Fahrrads als auch am Fundort der Kleidung jeweils große Plakate mit einem Fahndungsaufrufen an die Bevölkerung aufgestellt.

Weiterhin wird auch das Handy von Mirko Schlitter vermisst, ein schwarzes Sony Ericsson K800i. Zwar konnte der letzte “Einwählpunkt” des Mobiltelefons geortet werden, aber in der ermittelten Funkwabe, konnten die Hundertschaft der Polizei keine neuen Hinweise finden.

So genannt Profiler vermuten, dass der Täter aus der Nähe von Grefrath kommt und sozial gut integriert ist. Daher bittet die Polizei, dass mögliche Auffälligkeiten im Freundes- und Verwandtenkreis, seit dem Verschwinden von Mirko, der Polizei zu melden, da dass auf möglichen Täter schließen könnte.

Nun hilft sogar die Bundeswehr den 10-jährigen Mirko Schlitter zu finden. Über Grefrath und Umgebung fliegen Zwei Tornado Kampfjets in nur 150 Meter Höhe das Gelände ab, um Hinweise auf den vermissten Mirko zu finden.

Die Kampfjets sind mit Infrarotkameras ausgestattet, die sogar kleine Temperaturunterschiede wahrnehmen können. So werden sogar leblose Körper und Erdbewegungen aus der Luft sichtbar (berichtet die Bild Zeitung). Die Auswertung der Luftaufnahmen soll noch heute vorliegen.

Die Chance Mirko leben zu finden ist sehr gering, denn wenn eine verschwundene Person nicht in den ersten 24 Stunden wieder auftaucht, ist meisten Fällen ein Verbrechen an dem Verschwinden schuld.

Die Polizei Mönchengladbach stellt ein aktuelles Fahndungsplakat in deutsch und niederländisch zum Download zur Verfügung.

Besonders tragisch: Laut RTL ist heute der 11. Geburtstag von Mirko Schlitter.

Bild1: Polizei NRW

Bild2: Polizei NRW