Spurensuche im Wald (© Polizei Mönchengladbach)

Mönchengladbach/Viersen/Grefrath – Im Fall Mirko Schlitter tappt die zuständige Polizei immer noch im Dunkeln.

Hundertschaften der Polizei durchsuchten seit über zwei Wochen die Gegend rund um Grefrath. Selbst der Einsatz von Helikoptern und Kampfjets der Bundeswehr brachte keine neuen Hinweise auf den Verbleib des Schülers.

Doch nun gibt es neue Hoffnungen: Wie die Bild Zeitung berichtet wurden sowohl an der Kleidung des Jungen als auch an seinem Fahrrad fremde DNA Spuren gefunden, die zum möglichen Täter führen könnten.

Auch von dem wiederaufgetauchten Müll, der von dem Fundort der Kleidung verschwunden war, erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise. Möglicherweise befindet sich in den 17 Kubikmetern Abfall auch das immer noch vermisste Handy (schwarzes Sony Ericsson K800i) von Mirko.

Der Müll hätte eigentlich verbrannt werden, aber ein Bauhof-Leiter informierte noch rechtzeitig die Polizei, die die Abfälle sicherstellen konnte.

Nun muss der gefundene Abfall akribisch durchsucht werden.

Die Polizei hat auch eine Anzeige in einer regionalen Zeitung geschaltet, die im Großraum Grefrath über 115.000 Haushalte erreicht. Man versuche damit neue Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

Derweil sind schon über 2.000 Hinweise bei den zuständigen Ermittlern eingegangen. Der Leite der Soko Mirko Ingo Thiel zeigt sich zuversichtlich: „Es haben sich bereits vielversprechende Erkenntnisse ergeben, ohne dass sich daraus zu diesem Zeitpunkt schon die berühmte „heiße Spur“ herausgeschält hätte“.

Mirko Schlitter wird seit dem 03. September 2010 vermisst. Er war am Freitagabend mit Freunden an einer Skatanlage in Oedt. Von dort machte er sich auf den Weg nach Hause, aber dort kam der mittlerweile 11-Jährige nie an. (Polizei NRW/Bild Zeitung)