(© Polizei NRW)

Grefrath – Es ist der Tag 26. seit der kleine Mirko Schlitter (11) spurlos verschwunden ist.

Es war der Länderspielabend am 03. September 2010 gegen 21 Uhr als sich der 11-Jährige von einer Bushaltestelle in Oedt nahe der Skateranlage, wo er zuvor mit Freunden gespielt hatte, den vier Kilometer langen Heimweg antrat.

Doch am Haus seiner Eltern in Grefrath kam er nie an.

Die Polizei ließ nichts unversucht, um den Schüler zu finden: Hundertschaften, Hundestaffeln, Polizeitaucher, Boote, Polizeihubschrauber und sogar Kampfjets der deutschen Bundeswehr suchten nach Hinweisen.

Gestern Abend publiziert der Soko-Leiter Ingo Thiel einen offenen Brief, in dem er darauf hinwies, dass jeder noch so kleiner Hinweis helfen kann, die “Puzzlestücke” zu einem Gesamtbild zusammenzufügen und so den Täter zu schnappen.

Des Weiteren richtet er seinen Dank an alle Helfer:

An dieser Stelle ist es mir und allen Kommissionsmitgliedern ein Bedürfnis, Danke zu sagen. Danke für die vielen Hinweise, die uns weiterhelfen. Danke für aufmunternde und lobende Worte, für freundliche Gesten und für das Verständnis und Vertrauen, das uns in den letzten Wochen entgegen gebracht wird.

Aktuell sind über 2.800 Hinweisen eingegangen, denen allen akribisch nachgegangen wird.

Aber bisher konnte nur das grüne Fahrrad sowie seine Jogginghose und sein T-Shirt gefunden worden. Weiterhin ist sein schwarzes Sony Ericsson K800i unauffindbar.

Auch eine heiße Spur auf den Täter fehlt immer noch. Da die Klamotten von Mirko aufgetaucht sind, ist davon auszugehen, dass er einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Doch die Soko-Mirco will nicht aufgeben: “Wir sind fest überzeugt: Wir werden den Täter ermitteln und das Schicksal Mirco´s aufklären.

Heute Morgen fanden Ermittler ca. 20 Kilometer von Grefrath entfernt ein ausgebranntes Autowrack, welches aber nach einer ausgiebigen Überprüfung nicht im Zusammenhang mit dem Fall Mirco Schlitter steht.

Selbst der rührende Appell von Mirkos Eltern im Fernsehen, der auf das Mitleid des Täters abgezielt war, brachte noch keinen entscheidenden Hinweis.

Am Wochenende wollen sich die Eltern von Mirko ein zweites Mal im Fernsehen zeigen. (Polizei Mönchengladbach)