Technik im Maisfeld für das Schallgutachten (© Polizei NRW)

Grefrath – Am letzten Freitag hatten Experten damit begonnen ein Schallgutachten im Bereich der Abtei Mariendonk zu erstellen. Ein Team aus Wissenschaftlern stellte mit mechanischen, elektronischen sowie natürlichen Schallquellen den markerschütternden Schrei, den mehrere Zeugen am Tag des Verschwinden von Mirco Schlitter (11) gehört haben wollen, nach.

Durch die Beschallung aus diversen Richtungen von verschiedenen Stellen wurde versucht mit den Schallquellen den Bereich festzulegen, aus dem der Schrei möglicherweise gekommen war.

Durch die Berechnung in einem Institut soll die Stelle, von der der Schrei gekommen war, relativ genau berechnet werden können, so die Wissenschaftler. Der ausgewertete Bereich werde dann auf jeden Fall von Einsatzkräften der Polizei durchsucht.

Intensive Polizeisuche brachte keine relevante Spuren

Der durch das Schallgutachten bestimmte Bereich wurde von Einsatzkräften der Polizei intensiv durchsucht. Um sicher zu gehen, dass keine Spuren übersehen wurden, die Hinweise auf den Verbleib von Mirco Schlitter geben könnten, durchsuchten anschließend noch einmal speziell trainierte Suchhunde, sogenannte Maintrailer, ein. Doch es wurden leider keine neuen Spuren gefunden.

Bei der Soko Mirco sind aktuell über 3.900 Hinweise eingegangen. Aber weitere spezielle Suchmaßnahmen sind erst einmal nicht mehr geplant.

Die Polizei geht mittlerweile von einem Sexualverbrechen aus. (Polizei NRW)