Mannheim – Für die ehemalige Geliebte von Jörg Kachelmann (52) ging nun der “Aussage-Marathon” von mehr als 20 Stunden, verteilt auf 4 Verhandlungstage, zu Ende. Sogar die Verteidigung, so das Hamburger Abendblatt, soll Empathie mit der Zeugin ausgesprochen haben: „Das ist schon eine Tortur“, so Verteidiger Klaus Schroth.

Die Verteidigung zeigte sich zuversichtlich

Kachelmanns Anwalt Reinhard Birkenstock zeigte sich über die Aussage der Radiomoderatorin vor dem Landgericht Mannheim positiv gestimmt: “Ziel der Rehabilitation des Herrn Kachelmann sehr viel näher gebracht“.

Doch Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge ließ verlauten, dass derartige Äußerungen von Birkenstock weniger der Realität entsprächen: “Ich halte das für Wunschdenken“. Des Weiteren sei die Radiomoderatorin noch nicht als Zeugin entlassen worden. Denn in dem Prozess waren Chatgesprächen zwischen der ehemaligen Geliebten, die über 11 Jahre mit Kachelmann leiert gewesen sein soll, und Jörg Kachelmann eingebracht worden. Zu den umfangreichen Beweismitteln könnten später noch weitere Fragen aufkommen.

Jörg Kachelmann: Der Soziopath von neben an?

Erst am Montag sorgte die Ex-Geliebte für Aufsehen, als sie in der Früh vor das Mannheimer Landgericht in einem Auto vorfuhr und ihr Gesicht hinter dem Ratgeber “Der Soziopath von nebenan” (Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks) vor den wartenden Presseleuten versteckte.

Ein schnelles Urteil sei nicht zu erwarten

Erst im Dezember soll ein Urteil im Fall Kachelmann zu erwarten sein. Ob schuldig oder nicht schuldig bleibt also weiterhin offen… (Hamburger Abendzeitung, fr-online)