Überprüfung eines VW Passat (© Polizei Mönchengladbach)

Mönchengladbach/Grefrath – Bereits am Mittwoch Nachmittag gab der Sokoleiter Ingo Thiel einen aktuellen Stand der Ermittlungen im Fall Mirco Schlitter aus Grefrath auf einer extra dafür einberufenen Pressekonferenz bekannt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der gesuchte VW Passat gefunden wird.

Sonderkommission Leiter Ingo Thiel zeigt sich bezüglich der aktuellen Erkenntnisse zuversichtlich: “Die Spurenlage ist dermaßen komfortabel, dass es eine Frage der Geduld und Sorgfalt ist, bis wir den Täter ermittelt haben. Alle neuen Erkenntnisse, die wir in den letzten Tagen und Wochen erlangt haben, bestätigen unsere Ausgangshypothesen

Der zu bewältigende Ermittlungsaufwand ist enorm:

Von dem Passat B 6 wurden von der Volkswagen AG 150.000 Stück in der gesuchten Baureihe hergestellt. Neben den ca. 2.500 Passat die in der Region zugelassen sind, kommen noch mal 700 Fahrzeuge aus dem Großraum Grefrath. Hier von wiederum sind um die 800 Stück in die “engere Auswahl” der Ermittler gekommen. Davon wurden bis jetzt fast die Hälfte überprüft und diese konnten als mögliches Täterfahrzeug auch ausgeschlossen werden.

Die Chancen stehen gut, dass das gesuchte Fahrzeug unter den über 400 verbleibenden Pkws ist.

Mirco Schlitter (11) aus Grefrath ist am Abend des 03. September 2010 nach dem Spielen auf einer Skateranlage nahe Oedt nicht mehr nach Hause gekommen. Zwar konnten seine Kleidungsstücke sowie sein Mobiltelefon sichergestellt werden, dennoch fehlt immer noch jede Spur des Schülers.

Die Polizei geht mittlerweile von einem Sexualverbrechen aus. (Pressemeldung Polizei Mönchengladbach)