Einer der größten Sucheinsätze der nordrhein-westfälischen Polizei ging heute zuende: Der Fall Mico Schlitter.

Rückblende: Es ist der 03. September 2010. Mirco Schlitter aus der Stadt Grefrath machte sich von einem Skaterplatz auf zum Elternhaus. Kurz zuvor hat er noch mit seiner Mutter telefoniert, dass er sich auf den Heimwegmacht. Doch da kam er niemals an. Etwa eine Woche später fand mal Mircos Fahrrad und seine Hose nicht weit von seinem Elternhaus entfernt. An diesem Tage wurde vielen bewusst, dass es sich um ein Sexualverbrechen handeln könnte. Trotz Handyortung und Suchtrupps von 1000 Beamten konnte Mirco nicht gefunden werden.
Die Medienpräsenz Mircos steigt nun immer mehr an, selbst in Aktenzeichen XY auf ZDF und vielen weiteren Sendungen war er Kernpunkt der Ausstrahlung.
Es ist der 18. September Mirco wird nun elf Jahre, vermisst ist er immernoch. 15 Tage nach verschwinden gibt es immer noch keine heißen Spuren. Nun werden selbstKampfjets eingesetzt, um Informationen aus der Luft zu bekommen. Doch vergeblich – es wurden dadurch keine weiteren Hinweise aufgedeckt und Mirco bleibt immer noch verschollen.

Nach 24 Stunden des Vermisstseins ist die Überlebensrate sehr niedrig, nach zwei Wochen gleich null

Doch die Polizei gibt nicht auf, obwohl es nach 24 Tagen und über 2600 Hinweisen keine nützlichen Anhaltspunkte gab. Auch ein verzweifelter Appell der Eltern bliebt unwirksam. Nun werden Flüsse und Wälder von polizeilichen Einsatztruppen durchkämmt. Doch weder die Taucher noch die Suchstaffel konnte einen Erfolg einfahren. Mirco scheint hoffnungslos verloren zu sein. Auch die Eltern wandten sich erneut mit einem Appell an die Öffentlichkeit.

Nun kamen neue Hinweise auf. Zeugen sollen Mirco in einem Maisfeld schreien gehört haben. Mittels eines Schallgutachtens soll nun ausgewertet werden, von wo genau die Schreie gekommen sind. Das lokalisierte Areal wurde daraufhin von der Polizei gründlich durchsucht, auch hier ein Fehlschlag.
Am 52. Tag kam eine heiße Spur auf: Der Fahrzeugtyp in welchem Mirco verschleppt wurde, konnte identifiziert werden. Der Täter soll laut Zeugenaussagen einen VW Passat Kombi gefahren haben. Die extra für den Fall eingerichtete Sonderkommission “SoKo Mirco” überprüfte daraufhin 2500 Fahrzeuge dieses Types. Dennoch finden die Ermittler nicht ausreichend Hinweise um den Aufenthaltsort Mircos zu lokalisieren.

Intensive Polizeisuche brachte keine relevante Spuren

Die Polizei vermutet nun Mirco im anliegenden Nebelwald, doch auch da wurde Mirco nach Durchkämmung des Areals nicht gefunden. Auch eine unbemannte Drohne brachte keine neuen Erkenntnisse. So sank auch am 79. Tag die Hoffnung Mirco zu finden immer mehr. Gestern, am 26. Januar 2011 – der 145. Tag des Verschwindens Mircos – nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Weitere Einzelheiten gab die Polizei bis dato nicht preis.

Heute:

Es ist der 27. Januar 2011: Mircos Leiche wurde gefunden und eindeutig identifiziert. Einzelheiten werden morgen auf einer Pressekonferenz in Mönchengladbach bekanntgegeben. Ein 45 bzw. 46-jähriger Familienvater soll laut Berichte der Medien als Täter identifiziert worden sein. Nach knapp 6000 Hinweisen und 146. Tage des Bangens ist nun klar, dass Mirco nicht mehr am Leben ist. Fast ein halbes Jahr hat die Sonderkommision für die Aufklärung des Falles benötigt.
Details werden wie berichtet erst morgen preisgegeben, fest steht, dass ein silbergrauer Passat aber ausschlaggebend für den Fund der Leiche war.

Mircos Eltern stehen nun unter Schock, dass ihr Sohn tot ist. Eine psychologische Betreuung kümmert sich nun im das Elternpaar. Laut Medienaussagen soll der Telekommitarbeiter aus Bonn, der Mirco umbrachte, wahrscheinlich ein Sexualdelikt an Mirco begangen und ihn daraufhin umgebracht haben.

Auf Newsdash.de wurde in einer 33-teiligen Dokumentation immer wieder über Mirco berichtet.
Ein Archiv mit Ausführlichen Informationen ist hier zu finden:

Wo ist der kleine Mirco Schlitter aus Grefrath?
SoKo Mirko Tappt immer noch im im Dunkeln
Aktenzeichen XY soll im Fall Mirco helfen
Mircos elfter Geburtstag: Und die Suche geht weiter
Fall Mirco: Auch Kampfjets bringen keine neuen Hinweise
Mirko Schlitter: Verschwundener Müll wieder aufgetaucht
Mirko Schlitter: verzweifelter Appell der Eltern an den Täter & und keine neuen Hinweise
Soko Mirko: Ist man dem Täter auf der Spur?
Mirko Schlitter: 24 Tage, über 2.600 Hinweise doch immer noch keine Spur
Tag 25: Haben Zeugen den kleinen Mirko schreien hören?
Fall Mirco: Offener Brief des SoKo-Leitrs Ingo Thiel
Soko Mirco: Die Niers soll erneut durchsucht werden
SoKo Mirco: Taucher bringen keine neuen Erkenntnisse
Tag 29 aber Mirko bleibt verschwunden
Tag 31: SoKo Mirco will nicht aufgeben
Flächendeckende Suche nach Mirko eingestellt
Soko Mirko: Tauchergruppen bringen keine neuen Erkenntnisse
Fall Mirco: Schallgutachten soll neue Spuren finden
Tag 42: Gefundener Gegenstand konnte Mirco zugeordnet werden
Heiße Spur im Fall Mirco Schlitter: Fahrzeugtyp identifiziert
Mirco Schlitter: War der Täter in der Waschanlage?
Mirco Schlitter: Bundesweite Suche nach Passat-Kombis
Mirco Schlitter (© Polizei NRW)
Fall Mirco Schlitter aus Grefrath – Was bisher geschah Teil I

Grafik L 39 mit Fundstellen (© Polizei NRW)
Grefrath: Handy von Mirco Schlitter gefunden

Fall Mirco Schlitter, Grefrath:Trotz Handy-Zufall, Pannen oder Spur? Fahndung mit Unlogik?
Fall Mirco: Befindet sich seine Leiche im Nebelwald?!
Mirco aus Grefrath: Doch keine Leiche im Nebelwald
Mirco Schlitter: Auch die unbemannte Drohne liefert keine neuen Erkenntnisse
Mirco Schlitter: Doch keine Verbindung zum Doppelmord in Bodenfelde
Soko Mirco: Zugriff nur noch eine Frage der Zeit
Mirco Schlitter: Tatverdächtiger festgenommen
Aktueller Artikel: Mirco Schlitter: Leiche des Zehnjährigen gefunden

Ganz Deutschland trauert um den seit einem fast ein halbes Jahr verschollenen Mirco, der nun tot aufgefunden wurden. Erste Einzelheiten werden morgen auf der Pressekonferenz preisgegeben.

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