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Datenskandal im Münchner Wahlamt
19. Juni 2010
Datenskandale gehörten mittlerweile zum Alltag wie Facebook für unsere Jugend. Nun macht ein neuer Datenskandal aus München Schlagzeilen. Laut dem Stern sollen bis zu 15.000 Adressen zum Kauf angeboten werden. Was nichts Besonderes wäre, wenn die Adresse nicht aus der Bundestags oder EU-Paralament Briefwahl stammen würden.
Das Kreisverwaltungsreferat in München hatte dem Berchmanskolleg des Jesuitenordens die Umschläge der Briefwahlanträge über eine “Mittelsperson” überlassen, um die Briefmarken für wohltätige Zwecke abzulösen.
Wolfgang Mayer vom Berchmanskolleg teilte dem Stern mit, dass ihnen bei der Aushändigung, der Briefumschlägen keinerlei Auflagen gemacht worden sein, auch nicht explizit über die “Trennung der Adressdaten von den Marken“.
Von dem Jesuitenordnen gelangten die adressierten Briefkuverts an einen privaten Händler. Dieser soll sie – so der Stern – über Umwege an den Adresshändler MTM-Lübeck, der sie dann zum Kauf angeboten hat. Und dadurch flog das Ganze auch auf.
Das KVR stellt sofort die “Lieferung” neuer Briefmarken an den Orden ein.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von dk am 19. Juni 2010 um 11:35 veröffentlicht und unter Justiz, München abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. | |





