Die Täter behaupten ihr Opfer habe "Sieg Heil" gesagt - eine Schutzbehauptung so die Polizei (© M.E. / PIXELIO)

Lichtenberg/Berlin – der 30-jährige Maler-Geselle, der am U-Bahnhof Lichtenberg in Berlin von vier Jugendlichen zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden war, kämpft immer noch ums Überleben.

Wie kam es zu dem feigen Angriff?

In der Freitagnacht des 11. Februar 2011 gegen 23:50 Uhr befand sich der Maler-Gesell sowie sein Kollege nach einem Feierabendbier im U-Bahnhof Lichtenberg auf dem Heimweg. Doch auf einmal attackieren vier Jugendliche die beiden Männer. Einer der beiden kann noch verletzt flüchten. Doch sein Kollege wurde von den 14 bis 17 Jährigen auf brutale Weise krankenhausreif geschlagen. Einer der Täter nahm sogar Anlauf und trat das Opfer, das gegen eine Säule gelehnt war, mit einem Kick zu Boden. Anschließend bückt er sich und entwendet die Wertsachen des Opfers.

Opfer immer noch im Koma

Wie mehrere Berliner Zeitungen berichten, schwebt das Opfer immer noch in Lebensgefahr und laut der B.Z. ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering das der 30-Jährige jemals wieder richtig gesund werden wird.

Schläger sind alle noch minderjährig

Am gestrigen Tag konnten die vier mutmaßlichen Täter von der Polizei gefasst werden. Bei einem der Halbstarken (17) klickten die Handschellen sogar in der Schule.

Der schnelle Ermittlungserfolg ist den Aufnahmen der Überwachungskamera zu verdanken.Denn dadurch konnten Polizisten der Operativen Gruppe Jugendgewalt (OGJ) der Direktion 6 einen der Jugendlichen identifizieren und festnehmen. In der Vernehmung verriet er dann seine Komplizen.

Zivilcourage ist etwas anderes!

Besonders erschütternd, obwohl mehrere Zeugen den brutalen Übergriff beobachtet hatte, soll nur ein Notruf bei der Polizei eingegangen sein. Und erst nach dem die Täter geflüchtet waren, kam man dem 30-Jährigen zu Hilfe.

Des Weiteren soll ein Passant dem wehrlosen und schwer verletzten Opfer die Jacke geklaut haben. (Bild Zeitung/Pressemeldung Polizei Berlin)