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Kann man gebrauchte Briefmarken bei der Post umtauschen?
2. September 2010
Heutzutage nutzen immer weniger Leute die Möglichkeit, einen Text per Post also als Brief zu versenden. Vor allem als Privatperson schreibt man höchstens nur noch Postkarten aus dem Urlaub oder verschickt seine Steuererklärung auf dem Postweg. Auch wenn das mittlerweile auch schon – danke Elster – online möglich ist.
Eher im Geschäftsleben ist die Post – und damit meine ich nicht den E-POSTbrief – eine gängige Möglichkeit um Rechnungen oder sonstige Schriftstücke zu übermitteln.
Aber was macht man eigentlich, wenn man einen Briefumschlag frankiert hat, einem aber auffällt, dass man ihn doch nicht braucht? Wenn man Glück hat, hat man noch keinen Empfänger draufgeschrieben, denn dann ist die Antwort leicht: Man hebt ihn wohl oder übel auf und benutzt ihn einfach für die nächste Briefsendung. Doch ist der Empfänger erst einmal angebracht, sieht es vor allem bei geschäftlichen Briefen, einfach doof aus, wenn man die Adresse überklebt oder durchstreicht. Daher bietet die Post einen Service für “verdorbene” Briefmarken an.
Verdorben in diesem Sinne heißt, dass die Briefmarke sich auf dem original Briefumschlag befinden und noch kein Stempel angebracht ist. Also, dass der Brief noch nicht versendet wurde. Eine ausgeschnittene Postmarke ist somit ohne den passenden Briefumschlag wertlos!
Mit den verdorbenen” Briefmarken geht ihr einfach in die nächste Postfiliale und dort erhaltet ihr bis zu einem Wert von 50 € im Austausch der wertlosen, die gültigen Briefmarken.
Sollten, so wie oft bei Unternehmen vorkommt, die Postsendungen den Wert von 50 € übersteigen, dann müsst ihr die überschüssig, frankierten Briefumschläge an die Niederlassung Philatelie nach Weiden schicken.
Hierfür könnt ihr folgende Adresse nutzten:
Einsendeanschriften:
1. per Brief:
Deutsche Post AG
Niederlassung Philatelie
Retourenstelle
92628 Weiden2. per Paket:
Deutsche Post AG
Niederlassung Philatelie
Retourenstelle
Franz-Zebisch-Str. 15
92637 Weiden
Damit die Leute von der Post wissen, mit wem sie es überhaupt zu tun haben, muss noch ein formloser Antrag beigelegt werden.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von dk am 2. September 2010 um 17:18 veröffentlicht und unter Alltag abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. | |



vor 1 Jahr
Hallo, danke für den super Bericht. Aber wie ist das, wenn ich z.b. die Briefmarke ausgeschnitte habe, kann ich die dann so zurück geben?
vor 1 Jahr
Hallo Martin,
nein, du brauchst den passenden Briefumschlag, um die Briefmarke umtauschen zu können. Also es muss erkenntlich sein, dass genau diese Briefmarke zu dem Umschlag gehört, sonst können die Mitarbeiter bei der Post den Umtausch verweigern.
Eine Barauszahlung ist nach meinen Informationen nicht möglich, man erhält dann den exakten Gegenwert in Briefmarken zurück.
Ich hoffe ich konnte helfen
vor 1 Jahr
Hallo Daniel, Du schreibst, “nach deinen Informationen”: Es gibt auch keine anderen. Nur mit komplettem Umschlag kann ein “verdorbenen” postgültiges Postwertzeichen zurückgegeben werden. Man beachte: Postgültiges. Darum geht´s auch. Es können nur Marken mit Doppelnominale (Pfennig/Cent) und die “reinen” Euromarken und auch nur die mit Herkunftsangabe “Deutschland” umgetauscht werden.
Des weiteren möchte ich die Leser darauf aufmerksam machen, daß es wirklich verdorbene Marken geben kann. Die erwähnst du leider nicht. Also Marken, auf die sich bei der Briefvorbereitung der Kaffee oder Tee oder sonstwas ergossen hat. Auch die Marken können mitsamt des Versandstücke umgetauscht werden.
Problem bei allem: In Kürze (man redet ungenau von 2011) werden sämtliche Postfilialen geschlossen. Verlange man dieses Wissen hier keinesfalls von Angestellten in einer Postagentur! Das Risiko bzw. die persönlichen Nervereien, noch dazu in einer Schlange, würde ich nicht eingehen. Daher ist die Erwähnung der Briefadresse in Weiden sehr angebracht. Wie nun aber inzwischen zu erkennen ist, übernimmt die Postbank ungefähr 250 der ehemalligen Postfilialen. Hier ändert sich – so was gibt es auch mal im ver blödet-eindimensionalen Kostendruckdeutschland auch mal – faktisch nichts. Sogar die so gern verspotteten Postbeamten machen dort weiter, als die Postdienstgeschäfte weiterhin zum Angebot auch der neuen Postbankfilialen gehören.
Zum Gruße, aus Mannheim
vor 1 Jahr
Mir fällt bei der eilig geschriebenen Notiz noch ein, daß ja seit einigen Monaten die sog “Marken Individuell” der Post gibt (Post für mich = DPAG). Diese Umschläge/Karten mit rechts oben eingedrucktem Wertzeichenbild und auch lose Marken (neuester Schrei!) sind Eigenprodukte der gelben Post und tragen als Herkunft den Namen des Unternehmens: “Deutsche Post”. Wie es sich hier hinsichtlich des Umtauschs verhält, weiß ich nicht. Es ist aber zu schließen, daß auch diese Marken bzw. Umschläge/Karten von der Post umgetauscht werden, – Die Sache hat eben ein bißchen Tiefgang. Das war´s.
vor 1 Jahr
@ Werner Rittmeier,
danke erst einmal das du dich hier so ausführlich zu Wort meldest
Da es mir bisher noch nicht passiert ist, dass durch Verschmutzung eine Briefmarke ungültige wurde, konnte ich dazu leider keine Auskünfte geben.
Also hier in München klappt das mit dem Umtauschen sehr gut, natürlich gibt es auch Zeiten, in denen man ewig in der Schlange steht, aber wenn man die Filiale ein bisschen kennt, kann man dem recht gut entgehen.
Zu den “Marken Individuell” kann ich leider nichts sagen, aber ich werde mich mal mit der Post in Verbindung setzen
Viele Grüße,
Daniel