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Nazi-Jagt im World Wide Web
26. Mai 2010
(zeit) Das Internet wird immer häufiger als Waffe gegen Rechtsradikale genutzt. Zum Beispiel in der Social Community Facebook formiert sich der Widerstand: In der Gruppe “Kein Facebook für Nazis – NPD Seite löschen!” haben sich, in nicht einmal einen Monat, fast 300.000 User angemeldet.
Mitglieder der Antifa Freiburg greifen jetzt auch zu illegalen und drastischeren Mitteln: Sie publizieren Namen und E-Mails von überzeugten Rechtsradikalen im Internet. Dadurch wurden unter anderem der NPD-Kreisverband Freiburg aufgelöst und eine rechtsextreme Kameradschaft aufgedeckt. Selbst der Innenminister Heribert Rech (CDU) bezieht seine Informationen über die Rechtszene von der Antifa Freiburg.
Die Informationen der recherchiert werden gehen von dem Bankkonto bis hin zum Autokennzeichen: Alles, was gefunden wird, wird genadenlos publiziert. Auch ganz intime Details wie der Streit mit einer Freundin wird veröffentlich “Mir kommt es vor, dass Du Dein Ziel erreicht hast und schwanger bist, und wenn ich nicht das mach, wie Du es willst, kann ich bleiben, wo der Pfeffer wächst“.
Dass hier diverse Strafbestände erfüllt werden, ist den Verantwortlichen egal. Damit diese Art der Selbstjustiz weiterhin online einsehbar ist, ist die Webseite seit März bei einem Hoster in Island zu finden.
Im Moment ist Webseite der Antifa Freiburg nicht vollfunktionstüchtig, denn wer die Startseite aufruft, erhält folgende Meldung: “Diese Rubrik gibt es in unserer Datenbank nicht!”
Beispiele für das “Nazi-Outing” lassen sich leicht im Netz finden, z. B. auf linksunten.indymedia.org.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von dk am 26. Mai 2010 um 11:10 veröffentlicht und unter Nazi, Politik abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. | |




