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Naturgewalten
Angst vor radioaktiver Strahlung in Tokio nimmt zu
15. Mrz
Tokio – Am Dienstag war im Atomkraftwerk (AKW) Fukushima 1 der Reaktor explodiert. Dadurch wird die Lage immer bedrohlicher, denn die radioaktive Strahlung soll in dieser Gegend 100 Mal höher sein, als normalerweise. Nun hat auch noch der Wind gedreht, weswegen die Hauptstadt, die rund 240 Kilometer von Unglücksort entfernt liegt, durch die Strahlung bedroht ist.
Viele Einwohner von Tokio ergreifen mittlerweile die Flucht vor der radioaktiven Wolke. Sollten sich die Wetterverhältnisse ändern und der Wind die Strahlung schneller Richtung Tokio treiben, dann könnte es zu einer Massenflucht kommen.
In der Region leben über 35 Millionen Menschen.
(Bild Zeitung)
Megabeben in Japan – Radioaktivität auch in Deutschland?
13. Mrz
Infolge des verheerenden Beben mit Tsunamifolge am Freitag in Japan wurde das Atomkraftwerk “Fukushima 1″ beschädigt. Die Hülle des Reaktors ist augenscheinlich explodiert. Ist mit einer Kernschmelze zu rechnen?
Freitag, der 11. März 2011 in Japan. An der Ostküste nahe Tokio treffen drei Erdplatten in einer sogenannten Triple Junction-Formation aufeinander. Durch dieses Aufeinanderprallen entsteht ein Unterseebeben, welches später eine gigantische Tsunamiflutwelle zur Folge hat. Diese prallt an der östlichen Küste von Japan auf und reißt alles mit – Häuser, Autos, Menschen.
Bei dem Tsunami wurde laut Medienberichten auch Fukushima 1, eines der japanischen Atomkraftwerke beschädigt. Über 30% der Energien in Japan werden durch diese Technologien gewonnen.
Offiziellen Angaben zufolge ist durch eine durch den Tsunami verursachte Explosion höchstwahrscheinlich die Außenhülle des AKW beschädigt worden.
Doch das Unglück soll noch weiter anhalten: Die Kühlsysteme fallen aus und die Strahlenwerte steigen außerhalb des Kraftwerkes um das Achtfache, im Inneren sogar um das Tausendfache des Normalwertes. Die Betreiber beschließen nun zur Druckentlastung des Kraftwerkes leicht radioaktiven Dampf in die Atmosphäre abzulassen.
Nachdem nun auch die EU sowie die Vereinigten Staaten zur Hilfe gebeten wurden, lässt Obama Kühlmittel für das AKW nach Japan einfliegen – vergeblich, denn fehlende Anschlusskabel verhindern die Nutzung dieser Mittel. Nun könnte eine Kernschmelze kurz bevor stehen.
Doch wie sieht es für Deutschland aus?
Grundsätzlich ist Deutschland nur gering gefährdet. Lediglich der radioaktive Dampf könnte bis hin nach Deutschland ziehen und abregnen. Laut Wetterbericht von N24 ist dieses aber nicht wahrscheinlich. Der Wind trägt die Wolken von Westen nach Osten, die dann über dem Pazifik abregnen werden.
Wer dennoch Angst hat, kann auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz nachschauen, wo Deutschland radioaktiv belastet ist. Eine Belastung findet momentan in Norddeutschland kaum, in Süddeutschland dagegen gering statt. Durch ein zwölfstündig aktualisiertes Strahlennetz ist es möglich, die Strahlenwerte für Deutschland immer im Auge zu behalten.

